| 1986 | Das erste Mal bei einem Freund online, mit einem 8088-PC (oder war's am am Ende doch schon ein AT?) und einem 300 Baud-Akustikkoppler. Ich war sofort von der Materie fasziniert. |
| 1987 | Das erste eigene Modem (2.4 kbps, Typ Discovery). Viel in Mailboxen unterwegs gewesen. Erste internationale Chats über Datex-P. |
| 1989 | Kauf eines USRobotics Courier HST mit 14.4 kbps. Damals das Modem
schlechthin. Zum Sysop-Preis von knapp 1500 DMchen. Und gleich meine
erste Mailbox (in Hannover), das Cool Mailbox Terminal (CMT)
|
| 1990 | Umzug der Mailbox nach Hohenhameln bei Hannover. Zwischenzeitlich auf einen Amiga 1000
|
| 1992 | Umzug der Mailbox nach Nürnberg. Umbenennung in Future Project (Die Story). Die Mailbox
lief derzeit immer noch auf meinem Amiga 1000, ich bastelte aber seitdem an
einem neuen Programm unter DOS (in C geschrieben) auf meinem PC. Der Amiga
wurde so langsam out und ich wollte meine Mailbox auf dem PC weiterbetreiben.
Was ich dann allerdings nicht tat, weil immer weniger User die Mailbox
besuchten und sich dem Internet zuwandte. Darum machte ich 1994 die Mailbox
dicht. In meiner Mailbox-Zeit in Nürnberg war ich sozusagen "Stamm-User"
der Beteigeuze, die auch jeden 2. Samstag im Monat den berüchtigten
"Hackerstammtisch" abhielt. Dort lernte ich einige bizzare Typen kennen wie
Mad Professor und Dr. Risc (von dem man nichts mehr gehört hat, nachdem
er sich nach seinem mißglückten T-Shirt-Deal nach Hong Kong abgesetzt hat),
aber auch ein paar gute Freunde, die ich heute noch kenne. Dazu zähle ich
zum Beispiel |
| 1994 | Habe ich dann wie gesagt meine Mailbox dichtgemacht und auch ein wenig das
Interesse an der Mailbox-Szene verloren. Ich tat es meinem Online-Freund
Starliner gleich und beantragte einen Internet-
Account bei der Uni Erlangen und war von da an textorientiert im
Freenet unterwegs. Ich habe dort mit Gopher und Telnet experimentiert, mir
andere Freenets angeschaut (zu empfehlen wären da Cleveland, USA und das
FNF in Finnland), Stunden im IRC verbracht und noch viel mehr Stunden damit
, die Rätsel im Online-MUD (Multi User Dungeon) Magyra der Uni
Stuttgart zu lösen. Besonders begeistert war ich gleich von
den Möglichkeiten, die mir e-mail bot. Spezielle Gateways zu Fax und SMS
hatten mein besonderes Interesse, und so kam es auch, daß ich mir
1995 ein Handy (Nokia 2110i
|
| 1995 | Nachdem man dann hin und wieder eine CD von AOL zum 10-Stunden-Test finden konnte, konnte ich mich der Faszination des WWW auch nicht mehr entziehen und bin auf die "grafische Schiene" gewechselt. Nach etlichen Lynx-Session über das FEN (Freenet Erlangen-Nünrberg) fehlten mir dann doch die netten Grafiken. Nach ein paar Surf-Versuchen im Falkens-Maze, dessen Besitzer übrigens auch User der Beteigeuze und Besucher des Hackerstammtischs war, stand mein Entschluss fest: Auch ich brauchte das WWW. Also hab ich die verschiedenen Provider beim Wort genommen und getestet. Seit dem war ich bei AOL, Europe Online, Compuserve und metroNet. Bei metroNet war ich eine längere Zeit, allerdings hat der Service wie alle anderen nichts getaugt. Die Datendurchsatzraten waren einfach nicht das was ich mir vorgestellt habe. 1995 habe ich dann auch einen ISDN-Anschluß beantragt und gleich mit der Förderung eine ISDN-TK-Anlage (Emmerich 1008) mitgenommen. |
| 1997 | Nun wechselte ich zu |
| Dez. 1997 | Ende des Jahres 1997 zogen meine Seiten zu einem professionellem Web-Space-Provider (DEU.NET) um, weil das eine Megabyte Speicherplatz bei WWL doch schnell zu knapp wurde. Jetzt kann ich mich richtig auslassen, da ich dort unbegrenzten Space habe. |
| Jan. 1998 | Ich mache meine neuen Seiten in den Suchmaschinen bekannt und baue mein Angebot aus. Die 1000-Besucher-Grenze wird gebrochen, ich habe etwa 10 Besucher am Tag |
| Feb. 1998 | Ich übe mich in JavaScript und HMTL-Script und baue ein paar Specials in meine Seiten ein. Der 3000. Besucher kommt auf meine Seiten, täglich sind es nun etwa 30-40. |
| März 1998 | Die Homepage wird um eine eigene Statistik und ein in Miva selbstgeschriebenes Gästebuch erweitert. Die Besucherzahl überschreitet die 5000er-Grenze. |
| Sept. 1998 | Der 10.000te Besucher ist gezählt. Vom Januar bis August 1998 wurden rund 57.000 Clients mit 600.000 Hits und 156.000 Seitenabrufen registriert. In dieser Zeit wurden über 3,2 Gigabyte vom Server übertragen. Außerdem bekommt die Homepage eine eigene .DE-Domain und ist nun auch unter http://www.cool-web.de erreichbar. |
| Jun. 1999 | Im Juni '99 kam der 25.000te Besucher auf die Homepage. Die Seitenabrufe liegen inzwischen bei ca. 400.000. |
| Dez. 1999 | In diesem Monat besucht der 300.000 Besucher das Cool-Web. Es wurden bisher über 1,7 Mio. Seiten abgerufen. |
| Jul. 2000 | Das Cool-Web begrüßt den 500.000 Besucher; inzwischen wurden über 2,8 Mio. Seiten abgerufen. Mittlerweise benutze ich die T-Online-Flatrate für den Onlinezugang, da ich doch sehr viel online bin. |
| Apr. 2001 | T-Online schafft die Flatrate wieder ab. Glücklicherweise habe ich einen alten Vertrag mit einem Jahr Mindestlaufzeit, an den sich auch T-Online halten muss. |
| Mai 2001 |
Endlich bekomme ich das vor einem halben Jahr beantragte T-DSL, so dass ich mir keine Sorgen mehr um die zu Ende gehende Flatrate machen muss (bei DSL gibt es die weiterhin). Zudem darf ich mich jetzt über eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit freuen (768 kBit/s down, 128 kBit/s up), mit der das Surfen (und die Homepagebewertungen) so richtig Spass macht. Der Besuchercounter hat bisher über 700.000 Besucher und über 6 Mio. PageViews gezählt. |
| Sep. 2001 | Da die bei Strato gehosteten Domains zur Umleitung auf den deu.net-Server in letzter Zeit des Öfteren offline waren, habe ich entschlossen, alle meine Domains nach puretec umziehen zu lassen und bei der Gelegenheit auch gleich ein Paket mit 300 MB Speicherplatz zu beantragen. Der Umzug der mittlerweile 42 Domains ging eigentlich recht unproblematisch über die Bühne und der Speicherplatz reicht aus, um die wichtigste Seiten zu hosten, so dass diese jetzt in guter Geschwindigkeit abgerufen werden können. Der alte Server bei deu.net (der nicht so schnell ist) dient weiterhin als Mirror bei Nichterreichbarkeit und zudem als Archiv-Server, auf dem die nicht so sehr gefragte Inhalte abgelegt sind. |
| Jan. 2002 | Der schnellere Server macht sich bemerkbar, die Zugriffszahlen steigen überproportional, anscheinend hatte der alte Server doch nicht die Bandbreite, um alle Anfragen der Besucher zu befriedigen. Inzwischen sind über 100 Mio. Hits von über 2 Mio. Usern registriert worden. |
| Jun. 2002 | Das COOL-WEB ist nun 5 Jahre online, es ging (da noch ganz klein) im Juni 1997 ans Netz. Eine gute Gelegenheit für eine kleine Zwischenbilanz: In diesen 5 Jahren haben 3,6 Mio. Besucher das COOL-WEB beehrt und dabei etwa 11 Mio. Seiten abgerufen, was 145 Mio. Hits mit 427 GigaBytes Datentransfer zur Folge hatte. Ich hab mal nachgerechnet: Die Abrufe werden stetig mehr und zwar durchschnittlich um 15% pro Monat. Die PageViews liegen jetzt ungefähr bei einer halben Million, die Hits bei 10 Mio. und das Transfervolumen bei etwa 25 GB im Monat. Bei diesen Zahlen ist aus dem COOL-WEB mittlerweile ein kleineres Portal geworden. Und das macht Arbeit, aber die macht nach wie vor viel Spaß. |
| Sep. 2002 | Das Transfervolumen pro Monat auf dem Hauptserver kratzt bedenklich nahe an dem Freivolumen von 25 GB. Wenn es darüber hinaus steigt, wird es richtig teuer. Also habe ich auf das nächstgrößere Paket bzw. das größte Paket (Power-Paket, mehr geht nicht mehr) bei dem gleichen Provider (puretec, oder 1 & 1, wie die sich jetzt nennen) gewechselt; damit sind jetzt 50 GB im Monat frei, was wieder ein bißchen Luft schafft, und die 1 GB WebSpace nimmt man natürlich auch gerne mit. Ist zwar nicht so billig bei puretec, dafür hatte ich da (im Gegensatz zu strato) bisher sehr wenig Probleme - und lieber Qualität und etwas teurer, als etwas, das nicht richtig funktioniert. |
| Nov. 2003 |
Mittlerweile reichen die 50 GB Inklusive-Traffic bei 1&1 auch nicht mehr. Und jedes GB darüber wird dort richtig teuer. Darum zieht das COOL-WEB auf einen eigenen WebServer, der nun in einem Rechenzentrum in Nürnberg "colocated" ist. Damit sind jetzt 75 GB Traffic frei, was zwar nicht lange reichen wird, aber Traffic darüber ist bezahlbar. Pluspunkt an dem eigenen Server ist natürlich auch, dass man das GZip-Modul für Apache installieren kann, was helfen wird, Traffic zu sparen (und zudem werden durch die Komprimierung HMTL-Seiten schneller übertragen). Über den WebSpace muss man sich bei einem eigenen WebServer natürlich keine Gedanken mehr machen und die 80 GB-Platte sollte da doch erstmal für eine gewisse Zeit reichen. Und endlich keine Begrenzungen mehr in Hinsicht auf CGI-Programme, MySQL-Datenbanken, Apache-Module etc. Und das beste: gegengerechnet kommt der WebServer auch nicht teurer als das zwischenzeitlich riesig gewordene Paket bei 1&1. |
| Aug. 2004 |
Meinen WebServer in dieses - hier nicht näher genannte - RZ in Nürnberg zu stellen war ein Fehler. Ich war von 1&1 einen guten Durchsatz gewohnt (mit 768'er-T-DSL 90 KB/s) und kriegte hier immer nur Werte zwischen 40 KB/s und wenn's hoch kam 70 KB/s. Von Seiten des Providers hörte ich nur Ausreden, warum die Bandbreite so schlecht war, mal war es bestimmt meine Netzwerkkarte, mal bestimmt meine Konfiguration, mal gerade ein DDOS-Angriff für den man natürlich nichts konnte ... nur dumm, wenn man eine Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr hat und nicht so einfach aus dem Vertrag raus kommt. Doch zum Ende August '04 sollte die nicht gerade stressfreie Odyssee endlich ein Ende haben. Ich hatte inzwischen Geschmack an einem eigenen WebServer gefunden, so dass ich da nicht mehr drauf verzichten wollte. Was lag also näher, als den Server im Büro aufzustellen? Am liebsten hätte ich dafür eine flat SDSL-Leitung mit 1 oder 2 MBit gehabt, aber das ist schlicht unbezahlbar. Und meine bisherige T-DSL-Leitung mit 768 down/128 up-kbit/s zu langsam. Also entschied ich mich für eine T-DSL-Business 2000 flat mit doppelten Upstream (384 kbit/s), was dann einen Durchsatz von ca. 45 KByte/s up macht, was erstmal reichen muss, bis die SDSL-Preise in bezahlbare Regionen gerückt sind. Die Kompression des WebServers dürfte für eine halbwegs flotte Übertragung auch noch beitragen. Viel langsamer als die ach-so-tolle-Super-Colo-100Mbit (LOL)-Anbindung dürfte das effektiv auch nicht sein und der Telekom muss man zugute halten, dass ich noch nicht einen T-DSL-Ausfall hatte in der ganzen Zeit, der Colo-Server war hingegen öfters mal schlecht erreichbar und hatte auch hin und wieder mal Pings jenseits der 1000 ms. |
| Jun. 2005 | Die T-Com scheint vernünftig geworden zu sein - oder sie wurde schlichtweg doch noch von der Realität eingeholt und hat ihre Preise für eine feste IP-Nr. von knapp 30 auf knapp 3 Euro gesenkt, was durchaus annehmbar ist und auch gleich gebucht wurde. Damit dürfte die Erreichbarkeit des Servers noch besser geworden sein, auch wenn der bisherige Dynamic DNS Service sehr zuverlässig und schnell funktionierte. |
| Apr. 2006 | Bei meinen Recherchen nach ADSL2+-Flats ist mir aufgefallen, dass die Preise für die T-DSL-Business 6000 flat in realistische Regionen gesunken sind, so dass ich hier aufgerüstet habe und der Server nun über einen Upstream von 576 kbit/s verfügt. Einen ADSL2+-Anschluß hätte ich nur mit min. 12 monatiger Vertragsbindung bekommen und dass nur bei Providern, bei denen ich mir nicht ganz sicher war, ob sie auch einen störungsfreien Betrieb sicherstellen hätten können. ADSL2+ werde ich also im Auge behalten und habe stattdessen erst einmal ein wenig Webspace (100 MB) günstig angemietet, auf dem die größeren Seiten und Downloadfiles stehen und auf den via Apache-Rewrite-Regeln dynamisch umgeleitet wird. Für den günstigen Preis bin ich sehr zufrieden, liefert der Server unter cool4.de doch mit bis zu 7 Mbit/s aus. |
| Jul. 2006 | Seit Mitte des Monats habe ich jetzt ADSL2+: T-DSL-Business 16000 mit 17692 kbit/s dw und 1181 kbit/s up laut Modem, wobei der tatsächlich verfügbare Wert 10% darunter liegt. Die 16 MBit/s downstream bringt mir nicht viel, weil die meisten Server eh nur mit max 3,5 bis 4 MBit/s senden, es sei denn, man öffnet mehrere parallele Download-Ports. Das braucht man höchstens mal, wenn man so etwas wie die Windows Vista Beta mit 3,5 GB downloaden möchte. Besonders freue ich mich über die 1 MBit/s upstream. Und die User des COOL-WEB sicher auch ;) Die Freude war allerdings zu Anfang etwas getrübt, weil das ursprüngliche Modem, ein Speedport W500, regelmäßig die Verbindung abbrach, sich aber nicht wieder neu einwählte und nur per Reboot und Neu-Sync dazu zu bewegen war. T-Com hat mir das Modem dann aber nach einer Telefon-Odyssee gegen ein W501V (= AVM Fritzbox WLAN FON) eingetauscht, das zwar immer noch nicht perfekt funktioniert, aber schon mal viel besser als das W500. |
| Sep. 2006 |
Mit dem Speedport W 501V ist es zum verrückt werden. Jetzt war im August ein Techniker der Telekom da und hat die Leitung durchgemessen, die sei bestens, sagt sein Vierling Test-Modem. Es müsse an meinem W 501V liegen. Er hat dann auch gleich telefoniert, dass mir ein Ersatzgerät zugeschickt werden möchte. Das nach ein paar Tagen ankam und sich als noch schlechter als das vorhandene W 501V herausstellte. Zwischenzeitlich hatte ich in einem Web-Forum gelesen, dass der Rückfall vom Energiesparmodus zwischen Modem und DSLAM (das ist die Gegenstelle der Telekom) nicht richtig funktionieren würde, was ich telefonisch bei der Technik-Hotline, Abteilung Diagnose, abschalten ließ und was etwas Besserung brachte. Trotzdem weiterhin Verluste von min. 10% der Pings (alle 5 Sekunden auf T-COM.de). Wieder angerufen, ob ich nicht ein anderes Modell, etwa ein W 701V haben könnte. Nein, geht nicht, aber ich könnte das W 501V zurückgeben. Hab das W 501V dann noch auf nur Modem-Betrieb ohne Router-Funktion eingerichtet und mein alten D-Link 614+ Router vorgeschaltet - und siehe da, die Ping-Verluste waren weg. Darum wollt ich mir wieder ein D-Link-Router zulegen, weil die anscheinend nicht so schwachbrüstige Router-Einheiten haben und dachte zuerst an den D-Link G684T-Modem-WLAN-Router, bis mir auffiel, dass Modem und Router von D-Link als Einzelgeräte zusammen billiger waren als der G684T. Und da stand-alone-Modems meist bessere Ergebnisse bringen als Kombi-Geräte, besitze ich jetzt einen D-Link DI-524 Router und ein DSL-380T Modem, welche klaglos und ohne Ping-Verluste Ihren Dienst versehen. |
| Mai 2007 |
Der Virtual Machine-Hype der letzten Monate zeigt seine positiven Auswirkungen. Statt nur dedicated Server, sprich: eine eigenen Server im Internet für eine Site gibt es jetzt zunehmend günstige Angebote für Virtual Server, also dedicated Server, die man sich mit anderen teilt. Die Ersparnis, die der Provider hat, indem er eine Maschine für 10 oder 20 Benutzer abstellt, gibt er an die Benutzer weiter. Es gibt natürlich weiterhin Hosting-Pakete, wo sich Hunderte von Benutzern eine Maschine teilen; da ich aber unter anderem meine eigenen alten SSL-Zertifikate weiterbenutzen wollte, kam das nicht in Frage. Aber mit ein paar Anpassungen kommt der Virtual Server an die Komfortabilität des Home-Servers heran (bis auf die langsameren Uploads) und die Anbindung an das Internet ist natürlich besser (100 Mbit statt 1 Mbit). Ich griff also zum erstbesten (und günstigsten Angebot), dass meine Anforderungen erfüllte, was allerdings ein Reinfall war. Nach dem der Server freigeschaltet war, habe ich bemerkt, dass auf einmal Beschränkungen auftauchten (mögliche Anzahl offener Dateien, mögliche Anzahl Dateien gesamt), von denen im Angebot keine Rede war und den Server für mich schlicht unbrauchbar machten. Jetzt darf ich zusehen, wie ich den Klotz wieder vom Bein bekomme... einer der Geschäftsführer meinte doch echt, ich müsse jetzt das ganze Jahr Mindestvertragslaufzeit bezahlen. Ich hingegen meine, dass der Vertrag nicht erfüllt wurde und dass das Angebot sogar gegen das UWG verstößt. Nunja, rumstreiten kann man später noch; nun muss erst einmal ein brauchbares Angebot gefunden werden. Klüger geworden habe ich mich im Internet über die unterschiedlichen Provider informiert und mich auch über die realen Virtual-Server-Umgebungsbedingunen schau gemacht (Stichwort: user_beancounters). Ein alter Bekannter, strato, mit dem ich 2001 einige Probleme in Sachen Zuverlässigkeit hatte, kam dabei immer wieder gut weg. In die nähere Auswahl kam auch Host Europe, dessen Angebot einen sehr guten Eindruck machte. Ich entschied mich dann aber doch für strato, die doch einen Tucken mehr Leistung pro Euro versprachen und habe mir doch einen Powerserver V-PowerServer bestellt. Meine Entscheidung, strato noch eine Chance nach immerhin 6 Jahren zu geben, war richtig. Der Server läuft wunderbar, technisch gibt es nichts auszusetzen. Allerdings scheint mir Linux für Masochisten gedacht, die zu viel Zeit haben. Einen Web-, Name-, FTP- und Mailserver (mit Anti-Spam) aufzusetzen, ist eine Heidenarbeit. Und das Linux-Völkchen scheint auch ein ganz besonderer Schlag zu sein. Wenn man keine Lust hat, eine 100seitiges Manual auf englisch am Bildschirm zu lesen für ein simples Tool und dann nach einer Einstellung im Internet sucht, wird man über zahlreiche Foren-Einträge stolpern, in denen jemand das gleiche Problem hat und dementsprechend höflich eine Frage stellt, bei denen als Antwort aber nur ein "steht alles im Manual, gib mal 'man ...' ein" kommt und keiner so richtig zu helfen scheinen will; wohl weil er selbst die 100 Seiten gelesen hat und sich im nachhinein dämlich vorkäme, sollte er es einem anderen allzu leicht machen. Was ein Foren natürlich ad absurdum führt und Leute nervt, die auf der Suche nach einer Lösung sind. Dieses Linux-Typen erinnern mich irgendwie an die IRC-Typen, dass ist auch eine ganz besondere Spezies: idled den ganzen Tag im Channel ab, einsam und verlassen, bis jemand kommt und eine Frage stellt. Statt sich mit demjenigen zu unterhalten, wird der gleich mal gekickt und gebannt (permanent des Channels verwiesen), weil er eine Anfängerfrage gestellt hat. Die sind wie die Rentner, die den ganzen Tag am Fenster hocken und aufpassen, ob wer falsch parkt und den dann gleich anzeigen; nur jünger. Helfen sollen einem bei der Konfiguration ja Tools wie Confixx oder Plesk, die einem allerdings künstliche Einschränkungen auferlegen (oder wenn man es andersrum sehen will: nicht alle möglichen Einstellungen abbilden) oder Dinge halt nur auf die eine, bestimmte Art betreiben können. Einschränkungen wie "nur 10 Domains" vermiesen einem dann die Tour endgültig und integrierte Schleichwerbung wie ein "kaufen Sie Web-Grafiken"-Knopf direkt zwischen anderen Knöpfen für wichtige Servereinstellungen bringen einen auf die Palme. Also Suse 9.3 und Plesk 8.1 runtergeschmissen (strato läßt einem da lobenswerterweise die Wahl) und die maximale Maso-Tour gefahren: Debian 3.1 Sarge ohne alles; Konfiguration nur über /etc und .conf-Dateien. 2-3 Wochen später, verbracht mit Installieren, Rumprobieren, Lesen, Lernen, Einstellen, Deinstallieren und Neuinstallieren läuft der Server dann und nur hin und wieder beklagt sich ein PHP-Script, dass ihm die Rechte fehlen, so dass man kurz was nachziehen muss. Aber wenn unter Linux etwas erst einmal läuft, dann läuft es. Wenn etwas mittendrin abstürzt oder ein Speicherleck verursacht, dann hat man halt die falsche Software erwischt; dann muss man halt mal wieder deinstallieren, neuinstallieren, lesen, lernen, einstellen und probieren. Aber es gibt ja genug kostenlose Software zum ausprobieren... |
| Jun. 2007 |
Da ich ja nun einen Server im Internet habe, bin ich auf die feste IP-Adresse meine T-DSL-Business-Anschlusses nicht mehr angewiesen und habe mich mal nach anderen Angeboten umgesehen. Das neue Angebot von Arcor kam mir da gerade recht; inklusive Telefon-Flat ins Festnetz und Handy-Flat ins Festnetz werde ich dort weit weniger zahlen als vormals bei der T-COM. Die hat zwar auch die Preise angepasst, aber an Arcor kommt das Angebot, zumindestens für meine Bedürfnisse, nicht heran. Der Wechsel verlief leider nicht ganz so reibungslos, wie ich mir das erhofft hatte. Die Umschaltung war zwar pünktlich am angegebenen Tag und es traten keine stundenlangen Störungen auf, doch war die ISDN-Leitung tot: man hatte mir einfach und ohne Rückmeldung bei arcor nicht den bestellten ISDN/DSL-Anschluss geschaltet, den ich explizit bei der Bestellung angab und über den ich mich mehrfach rückversicherte, dass ich auch einen echten ISDN-Anschluss bekommen würde. Stattdessen bekam ich einen sogenannten NGN (Next Generation Network) - Anschluss, in meinen Augen ein schönredender Begriff für "DSL only" bzw. "DSL inkl. VoIP-fähiger Hardware". Hätte ich den gewollt, hätte ich gleich das 1&1 Angebot genommen, weil damit wäre ich dann mit 16 statt 6 Mbps unterwegs gewesen und hätte zudem eine Movie Flat. Außerdem hat man mir das falsche Modem zugesandt, an das ich keine ISDN-Geräte anschließen kann, obwohl ich ausdrücklich danach verlangt hatte und extra nochmal nachgefragt habe, ob er sich sicher sei (der Arcor-Verkäufer bei Media Markt). So blieb mir erstmal nur telefonieren über Analog-Telefon, angeschlossen an der analogen Arcor EasyBox. Anrufbeantworter und Fax gingen nicht, weil das über eine ISDN-Karte läuft. |
| Jul. 2007 |
Nach etlichen abgesetzen Kundencenter-mails und Telefonaten wurde mir gegen Rücksendung des Analog-Modems ein ISDN-Modem (eine Fritzbox 7050) zugesandt. Über die daran angeschlossene ISDN-Karte funktionieren Fax und AB zwar prinzipiell, aber das VoIP-Telefonieren ist nicht gerade sehr stabil. Mal wird das Gespräch nach exakt 15 Minuten beendet und nach Neuwahl und weiteren 15 Minuten wieder und nach Neuwahl und weiteren 15 Minuten wieder, oder es ertönt nach der Wahl nur eine kurze Tonfolge aus drei Tönen und es kommt keine Verbindung zustande (obwohl es zeitgleich über das Handy funktioniert). Außerdem werden die DTMF-Töne, die ich vom Handy zu meinem ISDN-Anrufbeantworter schicke, um die neuen Anrufe abzuhören, auf dem Weg ausgefiltert und verstümmelt, so dass eine Fernabfrage nur in den seltesten Fällen klappt. Und auch wenn die Fritzbox ein tolles Stück Hardware ist, schafft es keine zwei parallel geschalteten Analog-Telefone, sondern legt dann auf. Alles Probleme, die ich mit ISDN und meiner TK-Anlage nicht hatte. ISDN ist eben ISDN und NGN kein 100%-iger Ersatz - war mir ja seit Anfang an klar, darum bin ich ja auch zu Arcor und nicht zu z. B. zu 1&1. Meine Anrufe bei der Störungshotline haben insofern gefruchtet, als das ich mit fast 4 Wochen Verspätung doch noch mein "echtes" ISDN bekommen sollte. Das wäre am 13. gewesen, doch am 13. Juli tat sich nichts, und auf meine telefonische Rückfrage hin, hieß es nur, dass wäre ein "Plantermin" und der richtige Termin würde mir schriftlich mitgeteilt. Dafür ging in dieser Woche von Freitag bis Sonntag das telefonieren nicht. Anrufer bekamen ein "Teilnehmer derzeit nicht erreichbar" und rausrufen ging natürlich auch nicht. Den richtigen Umschaltungstermin bekam ich allerdings nicht mitgeteilt. Am 23. ab 09.30 funktionierten dafür Telefon und Internet einfach nicht mehr - Leitung tot. Als nächste bekam ich am 27.07. dann einen Brief von Arcor bekommen, dass mein Anschluss zum 12.07. umgestellt werden wird. Das der Termin nicht sehr sinnvoll ist, da 2 Wochen in der Vergangenheit liegend, scheint Arcor dabei wohl entgangen zu sein. Der Anschluss war immer noch tot. |
| Aug. 2007 | Um es kurz zu machen: Der Anschluss ging bis zum 22. August nicht mehr - genau einen Monat kein Telefon und kein Internet. Zum Schluss hat sich dann herausgestellt, dass der Grund die ganze Zeit wohl das war, was ich seit Anfang an annahm und auch vielfach erwähnte - das man zwar den Stecker aus dem NGN-Port herausgezogen hatte, aber wohl einfach vergessen hatte, ihn in den ISDN/DSL-Port wieder reinzustecken. Schon traurig, wenn man einen Monat braucht, einen Fehler zu finden, auf dessen Lösung man mehrfach hingewiesen wird. Das ich ein schlechtes Gewissen hätte, Arcor weiterzuempfehlen, dürfte auf der Hand liegen - aber vielleicht ist alles ja auch nur ein 'bedauerlicher Einzelfall'. |